Oktober 21, 2014

Von allen Dingen, die ich auf meinen Reisen erlebe, endlosen Fahrten mit Staus und Starkregen, schlaflosen Nächsten auf ungewohnten Betten, Vorträgen vor Wildfremden, schätze ich nichts mehr als die einsamen Abende in Hotels.


Immer schwerer wird es, mich davon zu überzeugen, das Zimmer zu verlassen und auf Abenteuer in die Nacht hinaus zu ziehen. Schliesslich gerät man da ja leicht in die Gesellschaft von Menschen, sie ist quasi Zweck der Unternehmung und wird mir gerade deshalb immer suspekter. Denn Menschen, die sind mir zuwider, die mag ich nicht, die geben mir alle das Gefühl, das sie von mir nicht viel halten.


Dann lieber das französische Bett, das eigene Bad, das kostenlose Wlan, Kabelfernsehen, das Buch von Van Vogt auf meinem Handy und am Morgen das leere Brötchen und das Milchmisch-Getränk Cappucchino-Art vom Discounter, das ich am Busbahnhof am Ende der Strasse oder im Auto einnehme. Ich habe schon ein-, zweimal im Hotel gegessen, bis ich festgestellt habe, dass mir die Illinois Electro Door dann an der Tagespauschale 4,80 Ecu abzieht.

Das kann ich billiger, das muss ich billiger lösen. Sonst bleibt nicht genug von der Pauschale bei mir hängen. 

Kein Geld zu haben, macht auch keinen Spass, keine Menschen um mich zu haben schon eher. 

Oktober 20, 2014
Joe R. Lansdale, Das Dickicht
http://www.amazon.de/Das-Dickicht-Joe-R-Lansdale-ebook/dp/B00LGWTGYC/ref=sr_1_1_twi_1?ie=UTF8&qid=1413790754&sr=8-1&keywords=lansdale

Joe R. Lansdale, Das Dickicht

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Oktober 20, 2014

five by five.

(Quelle: lydiastlinksi, via restfield)

Oktober 18, 2014
Why Germany Is Much Better At Training Its Workers Than The U.S.

Why Germany Is Much Better At Training Its Workers Than The U.S. -

Oktober 17, 2014
Drei Tage suchte ich den Kater, abend für abend sprach ich mit Nachbarn und sah in Schuppen und Scheunen nach. Samstag Abend traf ich dann eine Nachbarin, die unter Vorlage eines Fotos die Bekanntschaft mit ihm belegen konnte und mir von seinem verkehrsbedingtes Ableben berichtete. Ich nahm es mit einer Fassung, die nicht nur Aussenstehenden gefühllos und roh erscheinen muss. Gerne intellektualisiere ich dieses Defizit mal mit der meiner Erleichterung, überhaupt Informationen über seinen Verbleib bekommen zu haben, mal damit, dass dieses Tier auf meine Anwesenheit stets damit reagierte, dass es sich umgehend entfernte. 
In Wirklichkeit bin ich nicht nur im Sternzeichen Soziopath, sondern auch durch das jahrelange Kommen und Gehen von Katzen recht abgestumpft. Allein Freund der Kater ist mir dauerhaft verbunden und wird mir deswegen auch fehlen, wenn er denn irgendwann stirbt, wird mir vor allem aber fehlen, weil ich dann allein bin. Doch jede Katze, die nicht mehr da ist, reduziert unsere Kosten und verkleinert die Deckungslücke zwischen dem, was wir uns leisten können, und dem, was wir leisten müssen, weil wir sie haben.
In diesem Zusammenhang muss ich Kritik an den Rentenberatern üben, mit denen wir sprachen, bevor Paula ihren Antrag stellte. Zu den Fragen nach Versicherungsverlauf und Krankheiten hätte ich mir im Nachhinein die gewünscht, ob wir unser Haus denn schon verkauft hätten. Denn man muss es sich schon leisten können, die Bearbeitung des Antrages, seine Ablehnung und die Beurteilung des Widerspruchs abwarten zu können. Und allein der erste Teil dieser Prozedur dauert gesetzlich geregelt mindestens sieben Monate, eine Vorgabe, die die Mitarbeiter der Rentenversicherung Bund in ihrer Bereitschaft zur Pflichtübererfüllung gerne und reichlich überschreiten. Die Ablehnung dieses Antrages ist quasi obligatorisch, sofern beim Antragsteller noch die bescheidensten Vitalzeichen festzustellen sind, was durch seine Fähigkeit, einen Rentenantrag zu stellen, de facto bewiesen ist. 
So bleibt die Frührente praktisch ein Angebot für jene, die sie nicht brauchen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, und für Paula reine Theorie. Die Erfahrung spricht dafür, dass ich dafür der Sündenbock sein werde. Das gilt auch für die absehbar-bescheidenen Leistungen der Federal Agency of Labor, die sie zum Beratungsgespräch gebeten hat.  

Drei Tage suchte ich den Kater, abend für abend sprach ich mit Nachbarn und sah in Schuppen und Scheunen nach. Samstag Abend traf ich dann eine Nachbarin, die unter Vorlage eines Fotos die Bekanntschaft mit ihm belegen konnte und mir von seinem verkehrsbedingtes Ableben berichtete. Ich nahm es mit einer Fassung, die nicht nur Aussenstehenden gefühllos und roh erscheinen muss. Gerne intellektualisiere ich dieses Defizit mal mit der meiner Erleichterung, überhaupt Informationen über seinen Verbleib bekommen zu haben, mal damit, dass dieses Tier auf meine Anwesenheit stets damit reagierte, dass es sich umgehend entfernte. 

In Wirklichkeit bin ich nicht nur im Sternzeichen Soziopath, sondern auch durch das jahrelange Kommen und Gehen von Katzen recht abgestumpft. Allein Freund der Kater ist mir dauerhaft verbunden und wird mir deswegen auch fehlen, wenn er denn irgendwann stirbt, wird mir vor allem aber fehlen, weil ich dann allein bin. Doch jede Katze, die nicht mehr da ist, reduziert unsere Kosten und verkleinert die Deckungslücke zwischen dem, was wir uns leisten können, und dem, was wir leisten müssen, weil wir sie haben.

In diesem Zusammenhang muss ich Kritik an den Rentenberatern üben, mit denen wir sprachen, bevor Paula ihren Antrag stellte. Zu den Fragen nach Versicherungsverlauf und Krankheiten hätte ich mir im Nachhinein die gewünscht, ob wir unser Haus denn schon verkauft hätten. Denn man muss es sich schon leisten können, die Bearbeitung des Antrages, seine Ablehnung und die Beurteilung des Widerspruchs abwarten zu können. Und allein der erste Teil dieser Prozedur dauert gesetzlich geregelt mindestens sieben Monate, eine Vorgabe, die die Mitarbeiter der Rentenversicherung Bund in ihrer Bereitschaft zur Pflichtübererfüllung gerne und reichlich überschreiten. Die Ablehnung dieses Antrages ist quasi obligatorisch, sofern beim Antragsteller noch die bescheidensten Vitalzeichen festzustellen sind, was durch seine Fähigkeit, einen Rentenantrag zu stellen, de facto bewiesen ist. 

So bleibt die Frührente praktisch ein Angebot für jene, die sie nicht brauchen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, und für Paula reine Theorie. Die Erfahrung spricht dafür, dass ich dafür der Sündenbock sein werde. Das gilt auch für die absehbar-bescheidenen Leistungen der Federal Agency of Labor, die sie zum Beratungsgespräch gebeten hat.  

Oktober 17, 2014
Schneid Dir die Haare, such Dir nen Job!

3:13pm  |   URL: http://tmblr.co/ZqN-du1TMce5v
Abgelegt unter: deutsch isis abu dawud islamist 
Oktober 17, 2014
Tokolosh

Denkt noch jemand bei dieser Skulptur an eine Beschreibung von Lovecraft?

Oktober 16, 2014
Der oertlichen Legende nach war die Ratzeburg einst (vor langer, langer Zeit, heisst es nicht immer so?) der Sitz eines Raubritters, der seine Opfer lebendig an die Ratten im Burgverlies verfuetterte. Nach seinem Tod fielen diese Ratten über die Dorfbewohner her, bevor sie ein fremder Pfeifer in die Dorfmühle lockte. Die dankbaren Dörfler zündeten dann die Mühle samt den Ratten und dem Pfeifer an. Das war ihre Definition von einem Happy End.

Der oertlichen Legende nach war die Ratzeburg einst (vor langer, langer Zeit, heisst es nicht immer so?) der Sitz eines Raubritters, der seine Opfer lebendig an die Ratten im Burgverlies verfuetterte. Nach seinem Tod fielen diese Ratten über die Dorfbewohner her, bevor sie ein fremder Pfeifer in die Dorfmühle lockte. Die dankbaren Dörfler zündeten dann die Mühle samt den Ratten und dem Pfeifer an. Das war ihre Definition von einem Happy End.

Oktober 15, 2014
Passiert mir ungefähr jede Woche

Passiert mir ungefähr jede Woche

(Quelle: tastefullyoffensive, via herbstmond)

Oktober 15, 2014
The Coming Global Recession and the Remaking of the World

Demand for actual workers has been kept low while profits and gains from bubbles have been kept high, leading to massive cyclical gains for the rich. The late Jane Jacobs worried (a little early, but presciently) that we were moving into an old-style world. She got the details wrong, but she got the essence correct: as many have observed in the decades since, the plan is aristocracy, and the plan is succeeding. There is aristocracy by right (billionaires) and there is aristocracy by position (corporate officers), and there are important retainers and local gentry (centi-millionaires), but the well-being of the majority of the population is not a concern.

(Quelle: azspot)

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